Was ist Live Rollenspiel?
Im Live-Rollenspiel hat man im Gegensatz zum Pen&Paper nicht den Charakterbogen und den Würfelbecher vor sich und bekommt auch nicht vom Spielleiter eindrucksvoll beschrieben, was passiert, sondern man erlebt es. Man baut sich seine Figur, hat den Charakterbogen irgendwo in der Hosentasche und verkleidet sich. Der Charakter wird mit dem eigenen Körper als Instrument dargestellt. Außerdem kümmern sich die Spieler in erster Linie selbst um die Handlung am Spielabend und agieren direkt mit anderen Spielern, was das Live-Rollenspiel durchaus sehr viel intensiver macht als eine gemütliche Pen&Paper-Runde im Wohnzimmer eines Freundes.
Ist Live Rollenspiel gefährlich?
Nein, es ist nicht gefährlicher als ein Abendspaziergang, solange niemand leichtsinnig wird.

Sind Rollenspieler irgendwie Geisteskrank?
Nein, Rollenspieler sind nicht gestörter als andere Menschen. Natürlich gibt es auch unter Rollenspielern immer wieder Menschen, die psychische Probleme haben, aber diese treten dort auch nicht häufiger auf als in einem durchschnittlichem Großraumbüro oder an einer anderen Arbeitsstelle. Rollenspieler sind eben auch einfach nur Menschen, die ein Hobby betreiben und dies mit Gleichgesinnten teilen. - Einem Kind, das mit seinen Freunden Fantasy-Rollenspiele im Garten spielt, würde man auch nicht sagen, es sei verrückt.

Was tun eigentlich Spielleiter beim Live Rollenspiel?
Damit die Spielregelk auch im Live-Rollenspiel eingehalten werden, gibt es die Spielleitung. Sie ist bemüht, den Spielablauf zu regeln. Sie organisiert nicht die komplette Handlung des Spielabends, sondern nur den Rahmen. Es kommt im Live-Rollenspiel ohnehin eher auf das Ausspielen des Charakters an und nicht darauf, ständig einem neuen Plotstrang nachzurennen.
Was ist der Unterschied zwischen "Vampire: Requiem" und "Vampire:Maskerade"?
Nun da gibt es einige, zuerst jedoch das Wichtigste vorweg:
Vampire: Requiem ist nicht die Fortsetzung von Vampire: die Maskerade!
Alles was bei der Maskerade geschah ist bei Requiem nie passiert! Es gibt nur noch 5 Clans und die 5 existenten Bünde und ihre Ränkelspiele zwischeinander stehen im Mittelpunkt von Vampire: Requiem. Gewisse Begrifflichkeiten werden allerdings weiter verwendet, was hin und wieder zu Irretationen führt.
Weitere Unterschiede:
Die Vampire beherrschen nicht die Welt. Sie sind auch bei Requiem durchaus mächtige Wesen, aber eben nicht übermächtig. Sie kontrollieren die Welt der Menschen nicht und führen eher eine Co-Existenz mit ihnen, ohne dass diese von ihnen wissen. Keine Camarilla mehr! Bei Requiem gibt es die Camarilla nicht (mehr). Sie wurde im wurde mit dem Ende des römischen Reiches zerschlagen, somit sind auch ihre Regeln (welche nicht mit denen bei Vampire: Maskerade 1:1 übereinstimmen) zerfallen. Doch haben sich die großen Bünde auf 3 Traditionen geeinigt, die eingehalten werden müssen und den Vampiren irgendwie auch im Blut zu liegen scheinen. Außerdem geht es mehr um den Konflikt zwischen Mensch und Tier und Vampire erkennen sich instinktiv, was vor allem auch den Reiz der Erstbegegnungen ausmacht.
Die Erste Tradition: Maskerade
Enthülle Dein wahres Wesen nicht jenen, die nicht vom Blute sind. Wenn Du es dennoch tust, so verwirkst Du Dein Anrecht auf das Blut .
Die Zweite Tradition: Nachkommenschaft
Einen anderen in die Nacht zu holen, birgt große Gefahr für Dich und ihn. Wenn Du ein Kind zeugst, so trägst Du diese Bürde allein.
Die Dritte Tradition: Amaranth
Es ist Dir verboten, das Herzblut eines anderen Deiner Art zu verschlingen. Wenn Du dieses Gebot verletzt, so wird das Tier nach Deinem eigenen Blut verlangen.
Für die Einhaltung sorgt die amtierende Regierung der Domäne.
Regionale Gesetze! Nur die Drei Traditionen werden in (beinahe) jeder Domäne eingehalten:
Ansonsten ist es die Sache des Fürsten und/oder der Erstgeborenen oder des Präsidenten weitere Gesetzte zu verkünden.
Gefahr bei Erstbegegnung!
Begegnen sich Vampire zum ersten Mal, begegnen sich auch ihre Tiere zum ersten Mal und ermitteln innerhalb kürzester Zeit, ob sie einander ebenbürtig oder einer von beiden überlegen ist. Dies kann dazu führen, dass sie sich anknurren, angreifen oder einer von beiden versucht zu fliehen.
Keine höfischen Gepflogenheiten mehr!? Bei der Maskerade war ein wenig höfisches Verhalten sehr angebracht, bei Requiem jedoch ist höfisches Verhalten jedoch höchstens beim Invictus (ein Bund) oder Fürsten angebracht. Dies bedeutet aber nicht, dass man vollkommen unhöflich sein kann. Unhöflichkeit kann schwerwiegende Folgen haben. Raubtiere sollte man immerhin nicht ärgern. Ursprung unbekannt! Vampire wissen nicht woher sie stammen.
So ziemlich jeder Bund hat seine eigene Theorie, was die Herkunft der Kinder der Nacht betrifft. Dies liefert immer wieder reichlich Diskussionsstoff.
Postestas (Blutmacht) statt Generation! Mit den Jahren lernt ein Vampir immer mehr mit seinen Fähigkeiten umzugehen. Seine Macht wächst und damit auch die Macht seines Tieres und diese Macht ist auch für andere Kinder der Nacht spürbar, wenn sie sich begegnen - und sie nicht durch übernatürliche Fähigkeiten verborgen wird. Verborgen in den Schatten der Nacht... Selbst jemand der sich jedes Requiem Buch kaufen würde und es auswendig lernen würde, würde nicht alles über die Kinder der Nacht wissen. Lokale Organisationen sind zahlreich und es gibt keine große Macht, welche den Herrscher stellt, sondern es gilt "Wer den Fürst tötet soll fortan Fürst sein!" oder eben auch "Es hat derjenige die Macht, dem sie gegeben wird!" Die Vampire einer Domäne sind es, die entscheiden wie diese geführt wird und von wem, denn man kann nur jene führen, die sich auch führen lassen.